Biographie

Alexej Gorlatch ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Er lehrte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, gab Meisterkurse in Europa und den USA und war Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben.

Sein Studium absolvierte er an der Universität der Künste Berlin bei Martin Hughes und an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling und Bernd Goetzke, wo er mit dem Konzertexamen abschloss.

Seinem spektakulären Sieg beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb, wo Alexej Gorlatch den Ersten Preis, den Publikumspreis und zahlreiche Sonderpreise entgegennehmen durfte, war eine bemerkenswerte musikalische Laufbahn vorausgegangen – innerhalb von nur sechs Jahren bekam er die Ersten Preise von neun bedeutenden internationalen Klavierwettbewerben zugesprochen, darunter bei der Hamamatsu International Piano Competition 2006, dem Deutschen Musikwettbewerb 2008, Internationalen Anton G. Rubinstein-Wettbewerb 2009 und der Dublin International Piano Competition 2009, zudem errang er ebenfalls 2009 die Silbermedaille bei der Leeds International Pianoforte Competition.

Mit viel Engagement und Erfahrung ist Alexej Gorlatch in der Aufführung und Vermittlung der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts tätig. Bei seinen weltweiten Konzertauftritten hat er Werke von Lera Auerbach, Wolfgang Rihm, György Ligeti, Ferruccio Busoni, Béla Bartók, Igor Strawinsky, Benjamin Britten, Arnold Schönberg, Edgar Varèse, Dmitri Schostakowitsch, Sergej Prokofiev, Aram Khachaturian, Igor Shamo, Marin Goleminov, Nikolai Medtner, Bill Whelan, Minako Tokuyama und Jie Sun Lim mit großem Erfolg aufgeführt. In seiner Diskographie finden sich Igor Strawinskys Konzert für Klavier und Blasinstrumente, das Capriccio für Klavier und Orchester sowie seine frühe Klaviersonate, darüber hinaus Werke von Benjamin Britten und Béla Bartók. In seiner Unterrichtspraxis widmet er sich mit Hingabe den Werken von Samuel Barber, Paul Hindemith, Pierre Boulez, John Adams, Nikolai Kapustin, Lowell Liebermann, Carl Vine, George Crumb, Arnold Schönberg, Alban Berg und Helmut Lachenmann.

Alexej Gorlatchs intensive Konzerttätigkeit führt ihn auf die wichtigsten Konzertpodien der Welt, unter anderem in die Carnegie Hall New York, Wigmore Hall London, das Konzerthaus Berlin und den großen Saal der Berliner Philharmonie, Salle Alfred Cortot in Paris, das Wiener Konzerthaus, das Festspielhaus Salzburg, Suntory Hall und Tokyo Opera City Concert Hall, Herkulessaal und Philharmonie München, Gewandhaus Leipzig und die St. Petersburger Philharmonie. Er folgte mehrfachen Einladungen zum Festival International de Piano “La Roque d’Anthéron”, Lucerne Festival, Klavier-Festival Ruhr, Rheingau Musik Festival, Yokohama International Piano Festival, zu den Schwetzinger Festspielen, zum Schleswig-Holstein Musikfestival, MDR Musiksommer, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Festspielen „Europäische Wochen“, dem Schwarzwald Musikfestival, dem Kammermusikfest Nymphenburger Sommer, Wexford Opera Festival in Irland, dem Harrogate International Festival in Großbritannien und vielen anderen. Er unternahm Konzerttourneen durch Japan, Südkorea, Südafrika, Italien, Irland, Deutschland und die USA.

Als Solist spielte er u.a. mit mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem hr-Sinfonieorchester, dem NDR-Sinfonieorchester und der NDR Radiophilharmonie, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, der Deutschen Radiophilharmonie, der Dresdner Philharmonie, dem Münchner Rundfunkorchester, den Bochumer Symphonikern, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Camerata Salzburg, dem Wiener Kammerorchester sowie mit den führenden Orchestern Japans (NHK, Japan Philharmonic, Yomiuri Nippon, Tokyo Symphony und Nagoya Philharmonic), dem Korean Symphony Orchestra, dem Orchestre Symphonique de Québec, dem RTÉ National Symphony Ireland, dem Hallé Manchester und der Royal Northern Sinfonia, dem Malmö Symphony Orchestra, der Tapiola Sinfonietta, der Königlichen Philharmonie von Flandern, dem Orchestre National de Belgique, dem Berner Sinfonieorchester, dem Akademischen Sinfonieorchester der Sankt-Petersburger Philharmonie, dem Symphonieorchester der Nationalphilharmonie der Ukraine und dem Johannesburg Philharmonic.

In seiner aktuellen CD-Aufnahme für Sony Classical spielte er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Alondra de la Parra Werke für Klavier und Orchester von Igor Strawinsky ein. Des Weiteren umfasst seine Diskographie Studioproduktionen bei OehmsClassics, BR Klassik, Genuin und RAM sowie Veröffentlichungen der Mitschnitte seiner Konzerte, so 2012 in der Edition Klavier-Festival Ruhr und 2011 beim Label BR Klassik.

Stand: November 2017
Bitte verwenden Sie nur die aktuellste Biographie, Änderungen nur nach Absprache mit
freitag artists möglich.